Glossar

Basel II

Der neue Basler Akkord (Basel II) ist eine Fortentwicklung der Eigenmittelempfehlung des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht aus dem Jahre 1988 (Basel I).

Mit dem ersten Akkord wurde die Mindesteigenkapitalausstattung auf 8% bezogen auf die risikogewichteten Kreditpositionen einer Bank festgelegt. Der Basler Akkord hat sich zum international anerkannten Kapitalstandard entwickelt und findet in über 100 Ländern Anwendung. Deshalb ist Basel I auch die Basis für die entsprechenden europäischen und deutschen bankaufsichtsrechtlichen Regelungen zur Unterlegung bei Kreditrisiken.

Der Baseler Ausschuss hat nach einem ersten Konsultationspapier vom Juni 1999 in einem zweiten Konsultationspapier Vorschläge zur Neufassung der Baseler Eigenkapitalvereinbarung von 1988 unterbreitet. Im Kern geht es darum, die Kapitalanforderungen an Banken stärker als bisher vom ökonomischen Risikogehalt abhängig zu machen und neuere Entwicklungen an den Finanzmärkten sowie im Risikomanagement der Institute zu berücksichtigen. Diese Bemühungen mündeten im neuen Basler Akkord (Basel II) vom Juni 2004, der aus den drei Säulen Mindeskapitalanforderungen, bankaufsichtlicher Überprüfungsprozess und erweiterte Offenlegung besteht.